Antiquitäten Belüftung und Pflege

Unabhängig davon ob antike Möbel in den eigenen Vier Wänden stehen oder eingelagert werden, die räumliche Umgebung darf den überwiegend aus Massivholz bestehenden Antiquitäten keinen Schaden zufügen. Deshalb empfiehlt es sich regelmäßig einen Blick auf die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur – und ggf. Maßnahmen für mehr bzw. weniger Luftfeuchtigkeit oder auch mehr Wärme oder weniger Wärme einzuleiten.

Das klingt simpel, ist aber in manchen Fällen gar nicht ohne weiteres möglich. Zum Beispiel sind Kellerräume eher selten mit einer Heizung ausgestattet und vor allem in Altbauten zeigt sich, dass die Isolierung der Außenwände gegen Regen und Nässe eher schlecht als recht vorgenommen wurde.

Hier hilft oftmals nur der regelmäßige Einsatz von Entfeuchtungsanlagen oder ein konsequenter Belüftungsaustausch durch z.B. einen fest eingebauten Wandventilator. Dieser sollte dann allerdings so im Raum positioniert werden, dass Antiquitäten nicht direkt in der Zugluft stehen und sich dadurch ein Wärmeunterschied zwischen Vorder- und Rückseite bzw. Ober- und Unterseite ergibt. Das verhindert zwar sehr zuverlässig ein Aufquellen des Holzes, führt aber dazu, dass sich Holz verzieht und z.B. Schranktüren nicht mehr geöffnet oder geschlossen werden können.

Wohnraumklima beobachten

Anhaltende Kälte und Nässe sind in Wohnräumen eher die Ausnahme, weshalb das Risiko ein Antikmöbel dadurch zu beschädigen zu vernachlässigen ist. Hier ist es eher zu trockene Heizungsluft, die Bewohnern und Möbeln auf Dauer schaden zufügen können. Gerade in Heizperiode, wenn es Draußen sehr kalt und entsprechend auch sehr trocken ist, sinkt die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen rapide ab. Wer in Räumen mit alten Dielenböden oder vielen Massivholzmöbel wohnt, kann die Veränderung sehr leicht an knarzenden Böden und schwergängigen (Schrank-) Türen erkennen. Grundsätzlich ist hier der Einsatz von Luftbefeuchtern zu empfehlen, deren Wirkung durch einen Decken- bzw. Wandventilator unterstützt werden kann. Dies sorgt für eine bessere Verteilung der Raumfeuchtigkeit und kann das Entstehen von „kalten Ecken“, die durch geöffnete Fenster oder ungedämmte Außenwände auch in Wohnräumen entstehen können, zumindest einschränken, wenn nicht sogar verhindern.

Pflege der Oberflächen

Zusätzlich zu einem passenden Raumklima sollten Massivholzmöbel gerade bei geringerer Luftfeuchtigkeit regelmäßig mit einem nebelfeuchten Tuch (Baumwolle! Keine Microfasertuch – die Faser verkratzen Holz-Oberflächen) abgewischt werden, so dass Hausstaub und normale Gebrauchsspuren entfernt werden. Je nach Beschaffenheit des Holzes kann zusätzlich Wachs oder Öl aufgetragen werden, dass die Holzoberfläche gegenüber Alterungsprozessen schützt und gleichzeitig einen schönen Glanz schafft. Wichtig: Nicht jedes Holz ist für eine solche Behandlung geeignet UND vor allem bei Antiquitäten empfiehlt es sich vorab einen Fachmann für die Auswahl eines geeigneten Pflegewachses bzw. Öl zu befragen. Nicht alles was im Handel als „für alle Holzsorten passend“ beworben ist, ist auch wirklich für die Pflege antiker Möbel geeignet.