Archiv der Kategorie: Schränke & Vertiko

Das Gründerzeit Vertiko, also der Kleinschrank der Stilepoche zwischen 1840 und 1890 Stauraum bietet nicht nur Stauraum, sondern auch echte Handwerkskunst.

Antiker Spiegel aus der Gründerzeit – Fenster in die Vergangenheit

Antiker Spiegel – Spieglein an der Wand! Schneewittchen hat garantiert nicht in einen Baumarkt-Spiegel geschaut. Zu einem Märchen gehört ein märchenhaftes Möbelstück. Ein antiker Spiegel hat genau diesen Anspruch: Ein schönes Möbelstück zu sein. Antiker als das Spiegel Glas ist der Rahmen. Aus Holz geschnitzt mit Ornamenten oder Blumen verziert, ist er das Herz eines jeden Spiegels, während das Glas die Seele widerspiegelt und bei „Blindheit“ notfalls ersetzt werden kann.

Ein antiker Spiegel blickt in die Vergangenheit

Im Film spielen antike Spiegel eine große Rolle. Denken Sie an das Leben des Dorian Grey, Alice im Wunderland und natürlich Schneewittchen. Ein antiker Spiegel ermöglicht Harry Potter, mit seinen verstorbenen Eltern zu kommunizieren. Wer möchte das nicht? Man könnte zahlreiche weitere Filme aufzählen, in denen alte Spiegel vorkommen. Eines fällt jedoch auf: Wenn es sich nicht gerade um eine moderne Serie, wie z.B. „Verliebt in Berlin“ handelt, dann muss es ein antiker Spiegel sein, der das Bild der Akteure wiedergibt.

Aus welcher Epoche stammt ein antiker Spiegel?

Ein hochwertiger antiker Spiegel, der bei guter Pflege auch heute noch bestens erhalten ist, stammt vermutlich aus der Gründerzeit. Diese Epoche war um 1850 angesiedelt und bezeichnete den industriellen Aufschwung der westlichen Welt. Aufgrund der rasanten Wirtschaftsentwicklung und dem explodierenden Reichtum bekamen üppig gestaltete Möbel wie ein antiker Spiegel einen hohen Stellenwert. Der Gründerzeitstil vereint filigran-verspielte Arbeiten mit robust-praktischen Stücken. Ein antiker Spiegel aus der Gründerzeit ist durchaus eine Wertanlage und ein interessanter Blickfang, egal ob als großer Stand- oder kleinerer Wandspiegel. Der Rahmen ist das Wertvollste! Historische Spiegelrahmen bestehen aus Nussbaum, Eiche oder Fichte und lassen sich mit üblichen Holzpflegemitteln gut behandeln.

Gründerzeit Sekretär Antik – perfekt fürs stilvolle Arbeitszimmer

Natürlich möchte jeder sein Zuhause möglichst stilvoll und schön einrichten. Dabei spielt selbstverständlich auch der persönliche Geschmack eine wichtige Rolle, denn nicht alles, was der eine schön findet, wäre auch für einen anderen Menschen passend. Einigkeit darüber dürfte aber herrschen, wenn es um die stilvolle Kombination von Altem und Neuem geht. Denn dieser Stilmix ist für sehr viele sehr interessant. Einen schönen alten Akzent im Arbeitszimmer lässt sich mit einem Sekretär in Antik Optik setzen.

Sekretär Antik – Highlight fürs Arbeitszimmer

Ein Sekretär Antik ist mit Sicherheit das Highlight im gut eingerichteten Arbeitszimmer. Denn ein solcher Sekretär Antik ist in der Lage, einen ganz besonderen Charme zu versprühen. Schreibtische aus der Gründerzeit stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit diesem Wissen wird man sich sicherlich mit etwas Ehrfurcht an diesen Tisch setzen. Immerhin wurden zu dieser Zeit weitreichende Entscheidungen für die deutsche Geschichte an eben solchen Tischen entschieden und Verträge und Ähnliches unterzeichnet. Ein Sekretär Antik ist also in der Lage, den Besitzer in eine vergangene Zeit zu entführen und ein wenig dieser Epoche wieder aufleben zu lassen.

Stilvolle Einrichtung für den gehobenen Geschmack

Wer sein Arbeitszimmer nun besonders stilvoll einrichten möchte, sollte auf einen Sekretär Antik nicht verzichten. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die übrige Einrichtung zu diesem Möbelstück passen sollte. Entscheidet man sich für einen Schreibtisch aus der Gründerzeit, sollten auch die weiteren Möbel aus dieser Epoche stammen. Zumindest, wenn es sich bei ihnen auch um Antik Möbel handeln soll. Ein Sekretär Antik kann nämlich auch stilvoll mit sehr modernen Möbeln kombiniert werden.

Antike Kommoden aus der Gründerzeit

Die Gründerzeit bezeichnet die Periode des bürgerlichen Aufschwungs im 19. Jahrhundert, die auf die Anfänge der Industrialisierung folgte. Zeitlich kann die gesellschaftliche Umbruchphase der Gründerzeit nicht genau benannt werden, da sich der Stil, wie alle Kunst- und Designrichtungen, von Nord nach Süd verschieden schnell ausbreitete. Fest steht aber, dass der Stil der Gründerzeit sehr markant ist und darauf abzielte, den erworbenen Reichtum, mit dem bürgerliche Familien nun dem Adel nacheiferten, zu demonstrieren. So sind Gründerzeitmöbel wie antike Kommoden auf repräsentative Größe und Formen ausgerichtet, denn mit diesem Möbelstil wollte man zeigen, was man sich leisten kann.

Antike Kommoden – heute noch repräsentativ

Antike Kommoden aus der Gründerzeit sind daher auch heute noch sehr repräsentative Stücke, die in ihrem einzigartigen Stil als Solitärmöbel ein echter Blickfang sind. Ganz typisch für antike Kommoden aus dieser Epoche sind die gradlinigen und eckigen Kastenformen, deren Strenge aber stilvoll und fast verspielt durch detaillierte Ausschmückungen aufgelockert wird. Virtuoser Umgang mit stilistischen Elementen wie Säulen und Pilastern ist ebenso typisch für antike Kommoden des 19. Jahrhunderts wie die markanten Kugelfüße und die gedrechselten Details. Ein typisches Merkmal von antiken Kommoden aus der selbstbewussten Ära des bürgerlichen Aufschwungs sind auch die Diamantierungen, kleine hölzerne Applikationen, die pyramidenförmig geschliffen sind und bei gut erhaltenen Stücken wundervoll schimmern.

Antike Kommoden aus der Gründerzeit haben einen hohen Wert

Heute sind antike Kommoden aus der Gründerzeit sicher noch nicht unbezahlbar, aber durchaus erhaltenswerte Stücke, die einen hohen Wert haben. Der Charme der Epoche ist ungebrochen und der ideelle Wert von Möbelstücken, die zwei Weltkriege überstanden haben, kann für Antiquitätenfans gar nicht hoch genug angesetzt werden.

Vitrine Gründerzeit – Stilvolle Vitrinen aus der Gründerzeit werten moderne Wohnbereiche auf

Die Gründerzeit wurde durch eine voranschreitende Industrialisierung geprägt. Das Bürgertum kam Ende des 19. Jahrhunderts zu einem gewissen Wohlstand, der sich in großzügigen Wohnungen und kompakten, schweren Möbeln ausdrückte. Der wirtschaftliche Aufschwung spiegelte sich in der bürgerlichen Gesellschaft mit neuen Lebensformen wieder. Kastenförmige Grundformate ermöglichten Geräumigkeit, versprachen Stauvolumen hinter Türen mit kunstvollen Knauf-Griffen oder dezent verzierten Schlossblechen. Gediegene Verarbeitung dieser repräsentativen Einrichtungsgegenstände garantierte lange Beständigkeit. Nur so ist es möglich, dass antike Möbel aus der Gründerzeit noch heute das dekorative Highlight im anspruchsvollen Wohnbereich sind.

Charakteristika von Gründerzeit-Vitrinen

Die Gründerzeit Vitrinen wurden durch Glasscheiben charakterisiert, die überwiegend auf drei Seiten Blicke auf den dekorativen Inhalt ermöglichten. Kristallgläser, Nippes und wertvolles Geschirr kündeten vom erworbenen Wohlstand. Untere Bereiche konnten häufig mit Schubkästen oder Türen als unsichtbarer Stauraum genutzt werden. Büchersammlungen wurden in speziellen Gründerzeit Vitrinen, die nur im Frontbereich mit großen Glasscheiben und elegant geschwungener Rahmengestaltung die Lesbarkeit aller Buchtitel ermöglichten, staubfrei aufbewahrt.

Die Gründerzeit Vitrinen beeindrucken noch heute mit kunstvollen Schmuckelementen und attraktiven Oberflächenbearbeitungen, die das individuelle Bild des jeweiligen Massivholzes bzw. Furniers aufwerten. Pilaster, Säulen, Kapitelle, gedrechselte Kugelfüße und andere Verzierungen nehmen diesen Vitrinen bewusst die Sachlichkeit. Liebevoll wandern die Finger entlang der eleganten Reliefs.

Stilvolle Restauration und Aufarbeitung

In Erinnerung an die historische Handwerkskunst wurden antike Vitrinen stilvoll aufgearbeitet und restauriert. Mit diesen kostbaren Möbeln aus der Gründerzeit zieht der Charme vergangener Zeiten in das moderne Wohnambiente ein. Als Willkommensgruß im Eingangsbereich oder repräsentatives Einzelstück in Wohnräumen beeindrucken die Vitrinen in jedem Fall auch noch Heute.

Kleiderschrank Gründerzeit

Der Kleiderschrank der Gründerzeit ähnelt frappierend dem des Jugendstils, insbesondere die schlichten Exemplare aus Weichholz. Auf Kugelfüßen steht der hohe rechteckige Korpus. Da das Schlafzimmermöbel nicht übermäßig zur Repräsentation taugte verzichtete man meist auf beliebte dreiteilige Gliederung. Wohlstand äußerte sich im gewählten Rohstoff wie Nussbaum, Schnitzereien oder aufwendiger Verarbeitung von Furnierholz.

Stilelemente der Gründerzeit

Ganz typisch war der Aufbau mit einem oder mehreren Schubfächern im unteren profilierten Zargenkasten. Kannelierte Lisenenleisten mit abschließenden Schnecken säumen die Fülltüren. Bei besonders schönen Stücken sind sie von schlanken Säulen ersetzt. Diamantquader wurde meist an den Außenseiten der unteren oder oberen Zarge gesetzt. Das Dach des abschließenden Zargenkasten steht über. Eingesetzte Spiegel in Türen dienten der Zweckmäßigkeit und verliehen dem Gründerzeit Kleiderschrank eine edle Optik.

Besonders schön anzusehen ist natürlich der dreiteilig gegliederte Kleiderschrank. Bei jenen Stücken steht das mittlere Glied vor und ragt über die beiden äußeren empor. Große Diamantquader oder mehrfach mit Kassetten gefüllte Türen kräftigen die Physiognomie des Gründerzeit Kleiderschrankes.

Ähnlichkeiten zum Jugendstil

Weniger pompös als Schränke für die gute Stube fallen die Kleiderschränke sicher aus, doch die Stilelemente der Gründerzeit finden sich eindeutig wieder und verleihen sparsam eingesetzt selbst dem dreigeteilten Kleiderschrank eine gewisse Eleganz. Auch beim Kleiderschrank der Gründerzeit bleibt letztendlich zu sagen, dass die ganz schlichten Exemplare, welche in der Regel aus Weichholz gefertigt wurden, den Kleiderschränken des Jugendstils sehr ähneln. Doch finden sich auch Kleiderschränke aus Weichholz, die etwas üppiger verziert sind.

Möbel Anrichte Gründerzeit – Antike Anrichten der Gründerzeit setzen noch heute Akzente

Die Gründerzeit begann Mitte und Ende zum Auslaufen des 19. Jahrhunderts. Als Folge der Industrialisierung und dem Zuzug in wachsende Städte, wuchs der Wohnraumbedarf, was durch die Entstehung neuer Stadtviertel gelöst wurde. Viele mittlerweile historisch korrekt sanierte Gründerzeithäuser faszinieren heute wie damals durch aufwendige Außen- und Innengestaltung und teils üppige Dekorationsformen. Reich oder besser ausgedrückt: Repräsentativ ausgestattete Räumlichkeiten waren bei dem zu Wohlstand gekommenen Bürgertum beliebt und begehrt – allerdings hatte die beginnende Industrialisierung auch ihre Schattenseiten. Neben Villen und Palais des gehobenen Bürgertums wurden Mietskasernen für die schnell wachsende, schlecht bezahlte, Stadtbevölkerung gebaut.

Gründerzeitmöbel wie die Möbel Anrichte Gründerzeit beeindrucken durch repräsentative Optik. Reich verzierte und schwere Einzelstücke mit kantigen Grundformen wurden durch Stilelemente der Renaissance aufgewertet. Bekrönende Aufsätze verleihen den Modellen im oberen Bereich elegante Aspekte. Säulen, Pilaster, Kapitelle und andere Elemente bei Anrichten beweisen eine handwerkliche Liebe zum Detail. Zierknäufe, gedrechselte Beine, profilierte Kugelfüße und eine Marmorplatte sind charakteristisch. Bevorzugt wurden Nussbaumhölzer und Eiche als Massivholz und Furniere bei diesen Möbeln verarbeitet.

Anrichte ein Muss der Gründerzeit

Eine Gründerzeit Anrichte durfte in keinem vornehmen Haushalt fehlen. Diese Möbelvariante wird mit zwei oder mehreren Türen und passenden Schubkästen unterteilt. Ursprünglich wurden Tischwäsche und Tafelgeschirr darin aufbewahrt. Die freie, ebene Fläche diente zum Anrichten der Speisen. Anrichten und Büfetts werden vielfach verwechselt. Bei antiken Anrichten, die in der Regel frei standen, sind alle Seiten anspruchsvoll verziert, ebenso die Rückwand. Deshalb wird die Anrichte unter historischen Aspekten den Tischen und nicht den Schränken zugeordnet.

Gründerzeitmöbel – die Anrichte

Interessante Verkaufsangebote hochwertiger Gründerzeitmöbel präsentieren Restauratoren und Antiquitätenhandel sowohl im Internet als auch in entsprechenden Ladengeschäften, bei denen nicht selten auch der historische Anspruch auf einen gewissen musealen Charakter trifft. Alte, geschichtsträchtige Gründerzeit Anrichten und natürlich auch andere antike Möbel werden von Spezialisten mit historischem Technologiewissen aufgearbeitet und an Liebhaber – zu denen selbstverständlich auch und vor allem Privatleute gehören – verkauft. Die Epoche der Gründerzeit Möbel erstrahlt stilecht in neuer Schönheit, Gründerzeit Anrichten mit reichlich verzierten Aufsätzen oder eher schlicht ohne diesen Aufsatzschmuck. Ein antikes Möbelstück verdient im modernen Wohnambiente einen Ehrenplatz.

Antiquitäten – Gründerzeit Kommoden

Unter dem Begriff Gründerzeit werden meistens die Jahre ab etwa 1840, der zwischenzeitlichen Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 und dem großen Börsenkrach zwei Jahre später verstanden. Während dieser wenigen Jahrzehnte waren viele Städte in Deutschland stark gewachsen, da die expandierende Industrie immer mehr Arbeiter in die Städte zog. Nach dem Sieg über Frankreich und der Reichsgründung erlebte die Industrie dann noch einen weiteren starken Aufschwung, der erst durch den genannten Börsenkrach und die nachfolgende Welle der Unternehmens Insolvenzen ein plötzliches Ende fand.

Der mit der wachsenden Industrie einhergehende steigende Wohlstand führte dazu, dass das Bürgertum während der Gründerzeit immer größer wurde. Diese vergleichsweise große gesellschaftliche Gruppe wollte den neu gewonnenen Reichtum auch in den eigenen vier Wänden vorzeigen. So entstanden in dieser Epoche zahlreiche Möbelstücke, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie sind in der Regel mit sehr vielen reichhaltigen Verzierungen versehen.

Gründerzeit Kommoden – hochwertige Hölzer, reiches Dekor

Hergestellt wurden Möbel in der Gründerzeit vor allem aus hochwertigen Hölzern, darunter etwa verschiedene Nussbaumsorten oder Eichenholz. Dadurch sind gerade große Möbelstücke wie etwa Gründerzeit Kommoden sehr massiv und widerstandsfähig. Reiche Schnitzarbeiten runden das Gesamtbild ab.

Heute findet man Gründerzeit Kommoden vor allem im Antiquitätenhandel. Sie eignen sich auch in modernen Haushalten als praktische und zugleich sehr ansehnliche Aufbewahrung für alle möglichen Dinge, zum Beispiel Bettwäsche oder Tischdecken. Auch als reiner Blickfang, etwa in der Diele oder im Wohnzimmer, sind gut erhaltene oder restaurierte Kommoden aus der Gründerzeit perfekt geeignet.

Der Gründerzeit Bücherschrank – das Stilmöbel

In jedem Fall zeichnet sich der Bücherschrank der Gründerzeit durch die typische Grundform des Gründerzeitschrankes aus, insbesondere bei den prächtigen Bücherschränken, welche vor allem Repräsentationszwecken dienten.

Gründerzeit Bücherschrank gibt Blick auf Literatur frei

Sie sind häufig dreiteilig gegliedert, wobei der mittlere Teil höher als die beiden äußeren ist und vorsteht. Der Gründerzeit Bücherschrank steht auf hohen Kugelfüßen, die Basis besteht aus in der Regel profilierten Zargenkästen, welche Schubfächer enthalten. Die Bücher verstaute man hinter Türen mit prächtigen Füllungen, sei es Schnitzwerk oder Kassettendesign. Natürlich wollte man seine literarischen Schätze auch zeigen. Mindestens eine Tür wurde also verglast. Den Abschluss bildet ein überstehendes Dach auf einem wiederum profilierten Zargenkasten. Diese Prunkschränke wurden bevorzugt aus Nussbaum hergestellt, wobei als Alternative zu aufwendigen Schnitzarbeiten eine hochwertige Gestaltung in Furnierholz das Möbel aufwertete. Kannelierte Lisenenleisten mit Schnecken oder anstelle dieser gedrechselten Säulen sind die typischen Zierelemente.

Auch Weichholz kommt in Verwendung

Der weniger aufwendige Bücherschrank hat zwar die hohe rechteckige Grundform auf hohen Kugelfüßen und als Bodenbasis einen oder zwei Schübe, doch verzichtete man auf die pompöse Gliederung. Dieser Typ Gründerzeit Bücherschrank war meist offen gehalten, Glas- oder Volltüren kommen vor. Auf einem Zargekasten ruht das vorstehende Profildach. Kannelierte Lisenenleisten mit Schnecken sind die schlichteren Zierelemente bei dem in der Regel aus Weichholz (Info zu Holzarten – pdf) hergestelltem Möbel. So ist der schlichtere Bücherschrank einer der dem Bücherschrank des Jugendstils ähnelt.

Schränke Gründerzeit – typische Elemente

Eine kantige Grundform prägt die Physiognomie des Gründerzeitschrankes. Gerade das Möbel Schrank bietet viel Spielraum für das in der Gründerzeit so beliebte Zierwerk und die begehrten Stilelemente vergangener Epochen. Säulen, Kannelierungen und Kronen sind neben Schnitzwerk und Drechselarbeiten wesentliche typische Elemente der Schränke Gründerzeit.

Schränke Gründerzeit sind reich an Verzierungen

Eine Besonderheit und ein absolutes Charaktermerkmal ist die dreiteilige Gliederung bei prächtigen Schränken. So kann ein Bücherschrank aus drei Elementen bestehen, von denen das mittlere vorgezogen oder höher ist, als die beiden äußeren Sogar beide Gliederungen sind in Kombination möglich. Dadurch unterscheiden sich die Schränke Gründerzeit deutlich von denen anderer Stilepochen. Darüber hinaus beeindruckt der Gründerzeit Schrank vor allem durch seine imposante Höhe, die in der Regel nahezu zwei Meter erreicht. Die Türen sind meist in zwei Kassetten gearbeitet und umgeben von so genannten Lisenenleisten, welche nicht nur kanneliert sind sondern auch an beiden Enden mit Schnecken verziert sind. Es handelt sich dabei um ein Stilelement, das im Jugendstil weiter Verwendung fand, ebenso wie ein Profilgesims am Dach des Schrankes, und Diamantquader zur Umsäumung von Zargenkästen für Schubläden oder Frontleisten.

Gründerzeit Schränke als Prunkmöbel und Zeichen des Wohlstands

Bemerkenswert sind die Furnierarbeiten: Die Holzmaserung einer Türfüllung verläuft entgegengesetzt zu jener des Rahmens. Aufwendige Prunkmöbel wurden vor allem in Eiche, Nussbaum und Mahagoni gearbeitet. Die häufigsten Furnierarbeiten findet man bei Nussbaumschränken.

Natürlich wurden auch Schränke für die nicht so betuchte Kundschaft gefertigt. Hier finden sich vor allem jene Elemente, die in den Jugendstil übernommen wurden. Man griff natürlich auch auf preiswertes Holz zurück wie das Weichholz von Kiefern und Fichten. Ohne Frontgliederung, Säulen, Krönen und Schnitzwerk sind diese Antiquitäten Schränke nicht einfach von denen des Jugendstils zu unterscheiden.

Antiquitäten – Gründerzeit Schrank

Ein Schrank hat vielseitige Einsatzmöglichkeiten. So kann er ein Bücherschrank sein, ein Kleiderschrank oder ein Garderobenschrank oder ein Buffet. In früheren Zeiten gab es darüber hinaus so genannte Kannen- oder Mantelstöcke.

Der Schrank der Gründerzeit – wuchtiges Erscheinungsbild

Prägend für die Schränke der Gründerzeit war ihre enorme Wucht, welche sich durch eine Höhe von annähernd zwei Metern und überaus kantige, markante Form ausdrückte. Darüber hinaus besitzen Schränke aus der Gründerzeit aufwendige Strukturen, meist dreiteilig mit einem erhobenen und oder vorgezogenem Mittelteil. Der Gründerzeit Schrank bot viele Möglichkeiten für Zierwerk, deren Anklänge aus vergangenen Epochen stammten wie Renaissance, Romanik und Gotik.

Gründerzeit Schrank von Weichholz bis Schellack Politur

Spiegel und Glas wurde in Türen oder Rückwände von Aufsätzen eingebaut. Die Füße des Gründerzeit Schrank sind meist hoch und kugelförmig. Ein profilierter Zargenkasten mit einem oder mehren Schubkästen stellt den Boden. Darüber befinden sich mit Kassetten gefüllte Türen. Umsäumt sind diese von kannelierten Lisenenleisten, welche an beiden Enden von Schnecken verziert sind. Das Schrankdach besteht aus einem profilierten Gesims. Damit sei hier die Grundform des Gründerzeitschrankes beschrieben. In dieser schlichten Konstruktion und Weichholz wurde er für die nicht wohlhabende Käuferschicht gebaut. Die Oberflächen wurden je nach Portemonnaie des potentiellen Käufers oder Zweck des Möbels lackiert, gebeizt oder mit Schellack poliert.

Beschnitzte, mit Säulen und weiteren Zierelementen versehen Schränke waren vor allem Repräsentationsmöbel, aber auch nutzgebundene Möbel für das reich gewordene Bürgertum.