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Gründerzeit Standuhr – ein Deko-Möbel des 19. Jahrhundert

Die Stilepoche Gründerzeit wird etwa auf die Zeit ab 1840 bis zum großen Börsensturz von 1873 datiert. In dieser Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs prägte das aufstrebende Bürgertum auch einen ganz eigenen Design- und Möbelstil, der bis heute bei Sammlern und Antiquitätenliebhabern sehr beliebt ist.

Gründerzeit Standuhr – ein fester Einrichtungsbestandteil

Möbel waren für das Bürgertum nicht mehr nur alltägliche Gebrauchsgegenstände, sondern dienten repräsentativen Zwecken. Entsprechend ist ein voluminöser Stil charakteristisch für die Möbel der Gründerzeit. Möbel sollten ins Auge fallen und dem Betrachter zeigen, dass dessen Besitzer guten Geschmack und Stil besitzen. Eine Standuhr ist so zum Beispiel nicht einfach nur ein mechanisches Gerät zur Zeitanzeige, sondern repräsentiert den wachsenden Wohlstand und den erlesenen Geschmack ihrer Besitzer (heute würde man diese Menschen vielleicht auch als Neureiche bezeichnen). In der Formgebung ist es typisch für Gründerzeitmöbel, dass Sie geradlinige und kantige Grundformen aufweisen, die durch üppige Verzierungen und ins Auge fallende Verzierungen gebrochen werden.

Standuhren – Gründerzeit Uhren mit ganz eigenem Charme

Charakteristische Ausschmückungen für Standuhren,  Stühle, Tische oder Schränke waren beispielsweise gedrechselte Beine, markante Kugelfüße, gewundene Säulen oder Pilaster. Die Möbel der damaligen Stilepoche, die auch mancherorts Historismus genannt wird, wurden dabei stets aus hochwertigen Materialien hergestellt: Auch eine Gründerzeit Standuhr ist so in der Regel aus edlen Eichen-, Nußbaum- oder Kirschhölzern gefertigt. Oftmals machen die reichlich verzierten, hochwertigen Ziffernblätter den besonderen Charme dieser Standuhren aus. Kunstvoll verarbeitete Mechanik im Innenleben der Standuhr zeugen außerdem bis heute von hoher Qualität des Möbelbaus der Gründerzeit.