Gründerzeit Stuhl – Einrichtung antik

Die Gründerzeit, die gegen Mitte des 19. Jahrhunderts mit der immer stärkeren Industrialisierung Deutschlands ihren Anfang nahm, wird vor allem mit den Jahren direkt nach dem Sieg über Frankreich und der damit einhergehenden Gründung des Deutschen Reiches („Reichsgründung„) in Zusammenhang gebracht. Dieser Sieg entfachte einen bis dahin ungekannten Aufschwung in der Wirtschaft, der mit dem Börsenkrach von 1873 allerdings ein schnelles und abruptes Ende fand. Nichtsdestotrotz war während des Aufschwungs vor allem in den Städten das Bürgertum stetig gewachsen. Zum ersten Mal gab es nun so etwas wie eine bürgerliche Mittelklasse, die einen vergleichsweise komfortablen Lebensstil pflegte. Der gewachsene Wohlstand führte auch zu neuen Wünschen bei der Gestaltung der Inneneinrichtung.

Gründerzeit Stuhl – reich verzierte Sitzgelegenheit des 19. Jahrhunderts

Gründerzeit Stühle, die in jenen Zeiten hergestellt wurden, waren daher wie viele andere Möbel auch, in der Regel reich verziert und aus hochwertigen Materialien hergestellt. Die Zierelemente orientierten sich dabei in erster Linie an Elementen, die schon aus der Renaissance bekannt waren. Für Möbelstücke allgemein und speziell für den Rahmen bei Stühlen wurde zumeist Nussbaum- oder Eichenholz verwendet, für als Stoff-Bezug für den Gründerzeit Stuhl kam ebenfalls vergleichsweise teurer Stoffe zum Einsatz.

Stühle waren in der Gründerzeit ein wichtiger Teil der repräsentativen Einrichtung, mit dem viele wohlhabende Familien des Bürgertums damals ihren neu gewonnenen Reichtum zeigen wollten. Daher findet man bis heute zahlreiche gut erhaltene oder aufwändig restaurierte Stühle aus dieser Epoche, die sowohl bei Antiquitätenhändlern als auch immer mal wieder auf Flohmärkten oder im Rahmen von Haushaltsauflösungen an den Liebhaber und Gründerzeit Stuhl Kenner verkauft werden.