Gründerzeit Tische Antiquitäten

Tische wurden in allen Epochen zu vielen Zwecken konzipiert. So auch in der Gründerzeit, die auf einen Zeitraum zwischen 1840 und 1890 datiert wird. Die Küchentische, Sofatische und Beistelltische für die unterschiedlichsten Zwecke weisen vor allem ein einheitliches Merkmal auf:

Die Tischbeine sind mit balusterförmigen Drechselarbeiten verziert, ansonsten gerade. Den bei Esszimmer- und Sofatischen häufigen Stegverbindungen mangelt es an diesen Zierarbeiten ebenso nicht. Bei Sofatischen finden sich Exemplare, deren Tischbeine auf Fußzargen stehen, ein Element das vor allem seit den 50er Jahren immer wieder Anklang bei Sofatischen findet. Esszimmertische der Gründerzeit sind meist ausziehbar und ohne Schub. Esszimmer-, Salon- und Sofatische erfüllen auch Repräsentationszwecke, daher wurden sie aus kostbarem Holz wie Nussbaum, Mahagoni oder dem wuchtigen, aber deutlich preiswerteren Eichenholz gefertigt. Die Tischplatten bei Objekten aus Nussbaum verfügen oft über aufwendige Furnierarbeiten. Sogar Bildmotive können Gründerzeit Tische die Gründerzeit vorweisen.

Gründerzeit Tische – Diamantquader als Zierelement und zweckmässige Form

 

Der vor allem zweckmässige Küchentisch hat mindestens einen Schubkasten, manchmal auch zwei. Die dicken Tischplatten werden an der Zarge in Gratleisten geführt. Diamantquader an den Ecken der Tischzargen sind ein häufiges Zierelement.

Die Größen von Gründerzeit Beistelltischen variieren nach Zweck, doch fehlen niemals die balusterförmigen Drechselarbeiten. Deutliche Historismusanklänge finden sich vor allen an diesem Möbel. Der Nutzfaktor unterliegt hier deutlich dem Repräsentationszweck.

Durch die gedrechselten Beine lässt sich der Gründerzeittisch deutlich von den Nachfolgemodellen des Jugendstils als auch den Vorläufermodellen des Biedermeier unterscheiden. Die Tischplatten sind in der Regel rechteckig, rund oder oval. Quadratische Formen wie zur Zeit des Biedermeier finden sich eher selten.