Schreibmöbel antik – Sekretär Gründerzeit

Der Sekretär ist ein Schreibmöbel, welches im Barock seinen Siegeszug antrat. Sein wesentliches Erkennungsmerkmal ist die wegklappbare Schreibplatte. In diesem Zustand kann der Sekretär eine hohe rechteckig Schrankform haben oder einen vorstehenden Unterbau. Der Aufsatzsekretär besteht wie sein Name bereits ahnen lässt aus zwei Teilen, wobei der Unterbau häufig auch breiten, ganzflächigen Schubfächern besteht. Der Aufsatz oder jener Teil des Sekretärs welcher durch die Schreibplatte verschlossen wir bietet Ablagemöglichkeiten und oder kleine Schubfächer für Utensilien. Oftmals sind die Seitenplatten im Bereich der hochklappbaren Schreibplatte nach hinten abgeschrägt. Der Sekretär ist effektives Schreibmöbel für den Alltag oder das Büro wie der Schreibtisch. Es verfügt über einen Wohncharakter und erfüllt Repräsentationszwecke. Ursprünglich und meist später ebenso noch stand der Sekretär Gründerzeit im Salon eines Hauses.

Gründerzeit Sekretär schön und praktisch zum Arbeiten

Müßig zu betonen, dass der Gründerzeit Sekretär Repräsentationszwecken dient. Er zeichnet sich durch eine hohe rechteckige Grundform aus. Ähnlich wie der Gründerzeitschrank steht er auf hohen und runden Füßen. Im unteren Bereich sind drei breite Schubfächer angebracht, darüber die herunterklappbare Schreibplatte, hinter welche sich kleine Schubfächer und Ablagen finden. Darüber ist meist noch ein Schubfach. Die Abdeckplatte ist überstehend und Reliefs versehen. Vielfach liegt sie auf einer Zarge auf.

Ausprägung des Historismus eher selten an Sekretär Gründerzeit zu finden

Die Front des Sekretärs kann im oberen oder unteren Bereich der Frontseiten mit Diamantquadern verziert sein. Gedrechselte Säulen an den Frontseiten oder Lisenenleisten mit Schnecken sind stetige Stilelemente. Sekretäre der Gründerzeit wurden sowohl auch Weichholz mit entsprechender Oberflächenbehandlung oder in besonderes schöner Verarbeitung in Nussbaum gefertigt. Selten ist der Sekretär aus der Gründerzeit Objekt eines deutlichen Historismus.