Antike Gartenmöbel

Es muss ja nicht immer alles neu und topmodern sein. Schönheit kann man auf seine ganz eigene Art und Weise definieren, somit sind die Geschmäcker verschieden. Die einen mögen es neu, die anderen mögen es lieber historisch angehaucht. Die Liebe zur Antike kann man sowohl in den eigenen vier Wänden, in der Garage, als auch im Garten ausleben.

Das besondere an antiken Gegenständen ist die Beziehung zwischen Betrachter und Objekt. Zum einen ist da die Pflege, die das alte Schmuckstück braucht. Nicht häufig, aber ab und an ist ein wenig Pflege notwendig, damit sich die Alterserscheinungen nicht negativ bemerkbar machen. Zum anderen erzählt jedes antike Möbelstück und jeder antike Gegenstand eine Geschichte.

Der wohl schönste Ort für antike Möbel ist der Garten. Antike Gartenmöbel, die man im Fachhandel erhält sind jedoch nur in den wenigsten Fällen wirklich alt. Ob dies gut oder schlecht ist, muss jeder selber bewerten. An echte antike Gartenmöbel kommt man auf jeden Fall nicht so leicht heran, wie an neue Gartenmöbel mit einer antiken Optik. Daher ist es nicht verwerflich, sich Gartenmöbel anzuschaffen, die nach Design-Vorbildern aus der Barockzeit, der Renaissance oder dem Rokoko angefertigt wurden.

Eisen ist in dieser Verbindung das Material das am häufigsten zum Einsatz kommt. Es ist wetterbeständig, robust und pflegeleicht. Sommer wie Winter können die Gartenmöbel draußen stehen bleiben. So fällt das schwere Gewicht des Materials nicht negativ auf, da diese exklusiven Gartenmöbel das ganze Jahr an ihrem Platz stehen bleiben können. Dies bringt auch im Winter leben in den Garten, da er so bewohnter und gemütlicher ausschaut.

Exklusive Gartenmöbel

Wer nun denkt, dass solch exklusive Gartenmöbel nur in kleinen Kollektionen vorkommen, der irrt sich. Antike Gartenmöbel Kollektionen bestehen, so wie normale Gartenmöbel Sortimente auch, aus zahlreichen, unterschiedlichen Möbelstücken. So kann man sich den eigenen Garten beispielsweise mit Gartentisch, Gartenstühlen, Gartenbank, Hocker und Gartenliegen ausstatten. Wem dies jedoch noch nicht genügt, der wird auch im Bereich der Hollywoodschaukeln und Servierwagen fündig.

Der große Vorteil an antiken Gartenmöbeln, die aus neuen Materialien gefertigt sind, ist die lange Lebensdauer. Trotz des historischen Looks weiß man genau, welche Qualität man bekommt und kann sicher sein, dass das Material Wind und Wetter Stand hält. Die Pflege der Gartenmöbel fällt ebenfalls geringer aus und für einen Laien ist der Unterschied zu echten antiken Gegenständen kaum erkennbar.

Antike Gartenmöbel sind vielseitig einsetzbar. So geben sie nicht nur im Garten, sondern auch auf der Terrasse, auf dem Balkon, im Hof oder sogar im Wintergarten eine sehr gute Figur ab. Das besondere Ambiente kann man eben nur mit antiken Gartenmöbeln herstellen. Wer sich also gerne in eine vergangene Zeit zurück versetzen und alte Zeiten neu aufleben lassen möchte, der wird mit antiken Gartenmöbeln viel Freude haben.

Möbel Anrichte Gründerzeit – Antike Anrichten der Gründerzeit setzen noch heute Akzente

Die Gründerzeit begann Mitte und Ende zum Auslaufen des 19. Jahrhunderts. Als Folge der Industrialisierung und dem Zuzug in wachsende Städte, wuchs der Wohnraumbedarf, was durch die Entstehung neuer Stadtviertel gelöst wurde. Viele mittlerweile historisch korrekt sanierte Gründerzeithäuser faszinieren heute wie damals durch aufwendige Außen- und Innengestaltung und teils üppige Dekorationsformen. Reich oder besser ausgedrückt: Repräsentativ ausgestattete Räumlichkeiten waren bei dem zu Wohlstand gekommenen Bürgertum beliebt und begehrt – allerdings hatte die beginnende Industrialisierung auch ihre Schattenseiten. Neben Villen und Palais des gehobenen Bürgertums wurden Mietskasernen für die schnell wachsende, schlecht bezahlte, Stadtbevölkerung gebaut.

Gründerzeitmöbel wie die Möbel Anrichte Gründerzeit beeindrucken durch repräsentative Optik. Reich verzierte und schwere Einzelstücke mit kantigen Grundformen wurden durch Stilelemente der Renaissance aufgewertet. Bekrönende Aufsätze verleihen den Modellen im oberen Bereich elegante Aspekte. Säulen, Pilaster, Kapitelle und andere Elemente bei Anrichten beweisen eine handwerkliche Liebe zum Detail. Zierknäufe, gedrechselte Beine, profilierte Kugelfüße und eine Marmorplatte sind charakteristisch. Bevorzugt wurden Nussbaumhölzer und Eiche als Massivholz und Furniere bei diesen Möbeln verarbeitet.

Anrichte ein Muss der Gründerzeit

Eine Gründerzeit Anrichte durfte in keinem vornehmen Haushalt fehlen. Diese Möbelvariante wird mit zwei oder mehreren Türen und passenden Schubkästen unterteilt. Ursprünglich wurden Tischwäsche und Tafelgeschirr darin aufbewahrt. Die freie, ebene Fläche diente zum Anrichten der Speisen. Anrichten und Büfetts werden vielfach verwechselt. Bei antiken Anrichten, die in der Regel frei standen, sind alle Seiten anspruchsvoll verziert, ebenso die Rückwand. Deshalb wird die Anrichte unter historischen Aspekten den Tischen und nicht den Schränken zugeordnet.

Gründerzeitmöbel – die Anrichte

Interessante Verkaufsangebote hochwertiger Gründerzeitmöbel präsentieren Restauratoren und Antiquitätenhandel sowohl im Internet als auch in entsprechenden Ladengeschäften, bei denen nicht selten auch der historische Anspruch auf einen gewissen musealen Charakter trifft. Alte, geschichtsträchtige Gründerzeit Anrichten und natürlich auch andere antike Möbel werden von Spezialisten mit historischem Technologiewissen aufgearbeitet und an Liebhaber – zu denen selbstverständlich auch und vor allem Privatleute gehören – verkauft. Die Epoche der Gründerzeit Möbel erstrahlt stilecht in neuer Schönheit, Gründerzeit Anrichten mit reichlich verzierten Aufsätzen oder eher schlicht ohne diesen Aufsatzschmuck. Ein antikes Möbelstück verdient im modernen Wohnambiente einen Ehrenplatz.

Antiquitäten – Gründerzeit Tische

Die Gründerzeit begann mit der zunehmenden Industrialisierung Deutschlands ab den 1840er Jahren und endete jäh mit dem Börsenkrach von 1873. Vor allem die Jahre ab 1871 gelten aber allgemein als die eigentliche Gründerzeit, da nach der deutschen Reichsgründung die Wirtschaft einen zuvor nicht für möglich gehaltenen Boom erlebte. Durch diesen Aufschwung wuchs das Bürgertum, die wirtschaftliche Mittelklasse, schnell zu einer wichtigen Bevölkerungsgruppe heran. Der steigende Wohlstand und der immer bessere Lebensstandard führten dazu, dass das handwerkliche Können der Tischler und das Aufkommen von Maschinen in dieser Stilepoche eine Vielzahl von Möbeln und Einrichtungsgegenständen hervorgebracht hat, die bis heute bekannt und gefragt sind.

Besonders wichtig sind dabei bis heute die Möbel, die in der Gründerzeit hergestellt wurden. Wer diese heutigen Antiquitäten, zum Beispiel die oft reich verzierten und wunderschönen Gründerzeit Tische, heute betrachtet, findet schnell deren besondere Merkmale.

Gründerzeit Tische – Repräsentationsmöbel ihrer Zeit

In der Regel sind Gründerzeitmöbel wie Gründerzeit Tische sehr repräsentativ, da das Bürgertum damals den neu erworbenen Reichtum vorzeigen wollte. Kleinmöbel aus der Gründerzeit findet man daher nur schwer, größere Stücke wie Sofas oder Tische sind dagegen relativ leicht erhältlich. Viele Tische der Gründerzeit wurden aus Nussbaum oder Eiche hergestellt, hochwertigen und gleichzeitig widerstandsfähigen Hölzern. Bei den reichen Verzierungen wurde vor allem auf Elemente aus der Renaissance zurückgegriffen.

Tische der Gründerzeit – schön, edel und perfekt gearbeitet

Bei Antiquitätenhändlern, manchmal aber auch bei Privatleuten, findet man Tische aus der Gründerzeit immer wieder. In der Regel sind die Stücke gut erhalten oder wurden mit viel Aufwand restauriert, so dass sie eher im hochpreisigen Segment angesiedelt sind.

Antiquitäten – Gründerzeit Sofa

Anders als bei historisch gesellschaftlichen Großereignissen wie z.B. dem Berliner Mauerfall, ist bei Epochen wie der Gründerzeit eine exakte Datierung über einen Start- und Endtermin nicht möglich, da sich die wirtschaftliche Entwicklung – die als Namensgeber gilt – dynamisch ab etwa 1840 entwickelte.

Sicher ist allerdings, dass Deutschland nach dem Sieg über Frankreich in eine Phase des wirtschaftlichen Wachstums eintrat, in der sowohl die Industrieproduktion als auch die meisten Städte schnell wuchsen. Gleichzeitig entstand erstmals so etwas wie eine Mittelklasse, das so genannte Bürgertum, das in dieser Phase schnell größer und finanziell unabhängiger wurde. Damit einher ging eine stetige Verbesserung des Lebensstandards.

Gründerzeit Epoche ist ein eher Deutsches Phänomen

Außerhalb Deutschland, vor allem in Frankreich und den Benelux-Ländern, wurde die Gründerzeit als Neorenaissance bezeichnet. Stilistisch unterscheiden sich beide Stile jedoch grundlegend. Das wird besonders deutlich, wenn man antike Möbel aus dieser Zeit betrachtet. Solche Antiquitäten, zum Beispiel Sofas aus der Gründerzeit, weisen ganz bestimmte Merkmale auf, die sie unverwechselbar machen.

Das Bürgertum verlangte zu dieser Zeit vor allem nach repräsentativen Möbelstücken, um den neu gewonnenen Reichtum zu zeigen. Kleine Möbel aus der Gründerzeit sind daher ziemlich selten, dagegen können Liebhaber bis heute Gründerzeit Buffets, Tische oder eben auch Gründerzeit Sofa finden, die oft aus Eiche oder Nussbaum hergestellt und reich verziert wurden. Bei der Dekoration wurde bevorzugt mit Renaissance-Elementen gearbeitet: Säulen, Kapitelle oder krönende Aufsätze sind nur einige Beispiele.

Gründerzeit Sofa – ein Einrichtungsklassiker

Dazu passend wurden für das Gründerzeit Sofa hochwertige Stoffe als Bezug verwendet, darunter etwa Samt oder Brokat. Heute findet man Gründerzeit-Sofas in der Regel im Antiquitäten-Handel, viele dieser antiken Möbel sind entweder noch gut erhalten oder wurden aufwändig restauriert.

Gründerzeit Wirtschaftsaufschwung beeinflußt Einrichtungsstil

Möbel der Gründerzeit sind in den letzten Jahrzehnten bei Liebhabern von Antiquitäten gerne gesehen. Der zeitgenössische Begriff der Gründerzeit bezeichnet eine Epoche der Industrialisierung und des Handelsaufschwungs in der Zeitspanne der Jahre um 1870.  Damals wurden Möbelstücke aus Weichholz wie zum Beispiel Kiefernholz gefertigt, die in ihren Grundformen als kastenförmig und geradlinig bezeichnet werden können.

Gründerzeit Weichholz Möbel damals wie heute beliebt

Die Besonderheit dieser Möbel, die man heutzutage in restauriertem Zustand in vielen Wohnräumen finden kann war, dass sie mit viel schmückendem Beiwerk versehen waren. Die Möbelform des Vertikos, einem Schrank aus den Gründerjahren beispielsweise erklärt diese Gestaltungsform besonders gut. Hierbei handelte es sich um eine rechteckige Kommode, die im oberen Bereich mit einer schmalen Schublade versehen ist. Darunter befindet sich ein mit zwei großen Türen verschlossener Stauraum, in dem Geschirr aber auch Wäsche gut verwahrt werden konnten. Meist ist der Stauraum mit ein bis zwei Einlegeböden versehen. Auf dem oberen Ablagebereich des Vertikos befindet sich ein podestartiger Aufbau, der mit gedrechselten Säulen und Kapitellen oder Holzkugeln versehen ist. Im oberen Bereich befindet sich eine kronenartige Verzierung, die dem Podest eine verspielte Form gibt und so von der Geradlinigkeit des Möbelstücks ablenkt.

Auch Säulen, die rechts und links vor dem eigentlichen Stauraum aufgerichtet sind, finden sich hier oft als Stilelement. Die Möbel der Gründerzeit standen zumeist auf kugelförmigen Füßen. Reich verzierte Messingschlösser (pdf) vollendeten die Gestaltung des Gründerzeit Vertiko.

Möbel Restauratoren müssen Weichholz Möbel „freilegen“

Da solche Möbel in späteren Zeiten dem Geschmack der Menschen angepasst wurden, fand man bei ihrer Renaissance weiße und dunkle Anstriche, die das Möbelstück optisch verändern sollten. Oft wurden auch die Aufbauten entfernt um sie dem nachfolgenden Biedermeierstil anzupassen. Deshalb mussten sie nach ihrer Wiederentdeckung oft mühsam restauriert und abgebeizt werden. Stücke, die noch über alle Zierelemente verfügen, haben bis heute einen besonders hohen Wert.

Antiquitäten – Gründerzeit Kommoden

Unter dem Begriff Gründerzeit werden meistens die Jahre ab etwa 1840, der zwischenzeitlichen Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 und dem großen Börsenkrach zwei Jahre später verstanden. Während dieser wenigen Jahrzehnte waren viele Städte in Deutschland stark gewachsen, da die expandierende Industrie immer mehr Arbeiter in die Städte zog. Nach dem Sieg über Frankreich und der Reichsgründung erlebte die Industrie dann noch einen weiteren starken Aufschwung, der erst durch den genannten Börsenkrach und die nachfolgende Welle der Unternehmens Insolvenzen ein plötzliches Ende fand.

Der mit der wachsenden Industrie einhergehende steigende Wohlstand führte dazu, dass das Bürgertum während der Gründerzeit immer größer wurde. Diese vergleichsweise große gesellschaftliche Gruppe wollte den neu gewonnenen Reichtum auch in den eigenen vier Wänden vorzeigen. So entstanden in dieser Epoche zahlreiche Möbelstücke, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie sind in der Regel mit sehr vielen reichhaltigen Verzierungen versehen.

Gründerzeit Kommoden – hochwertige Hölzer, reiches Dekor

Hergestellt wurden Möbel in der Gründerzeit vor allem aus hochwertigen Hölzern, darunter etwa verschiedene Nussbaumsorten oder Eichenholz. Dadurch sind gerade große Möbelstücke wie etwa Gründerzeit Kommoden sehr massiv und widerstandsfähig. Reiche Schnitzarbeiten runden das Gesamtbild ab.

Heute findet man Gründerzeit Kommoden vor allem im Antiquitätenhandel. Sie eignen sich auch in modernen Haushalten als praktische und zugleich sehr ansehnliche Aufbewahrung für alle möglichen Dinge, zum Beispiel Bettwäsche oder Tischdecken. Auch als reiner Blickfang, etwa in der Diele oder im Wohnzimmer, sind gut erhaltene oder restaurierte Kommoden aus der Gründerzeit perfekt geeignet.

Der Gründerzeit Bücherschrank – das Stilmöbel

In jedem Fall zeichnet sich der Bücherschrank der Gründerzeit durch die typische Grundform des Gründerzeitschrankes aus, insbesondere bei den prächtigen Bücherschränken, welche vor allem Repräsentationszwecken dienten.

Gründerzeit Bücherschrank gibt Blick auf Literatur frei

Sie sind häufig dreiteilig gegliedert, wobei der mittlere Teil höher als die beiden äußeren ist und vorsteht. Der Gründerzeit Bücherschrank steht auf hohen Kugelfüßen, die Basis besteht aus in der Regel profilierten Zargenkästen, welche Schubfächer enthalten. Die Bücher verstaute man hinter Türen mit prächtigen Füllungen, sei es Schnitzwerk oder Kassettendesign. Natürlich wollte man seine literarischen Schätze auch zeigen. Mindestens eine Tür wurde also verglast. Den Abschluss bildet ein überstehendes Dach auf einem wiederum profilierten Zargenkasten. Diese Prunkschränke wurden bevorzugt aus Nussbaum hergestellt, wobei als Alternative zu aufwendigen Schnitzarbeiten eine hochwertige Gestaltung in Furnierholz das Möbel aufwertete. Kannelierte Lisenenleisten mit Schnecken oder anstelle dieser gedrechselten Säulen sind die typischen Zierelemente.

Auch Weichholz kommt in Verwendung

Der weniger aufwendige Bücherschrank hat zwar die hohe rechteckige Grundform auf hohen Kugelfüßen und als Bodenbasis einen oder zwei Schübe, doch verzichtete man auf die pompöse Gliederung. Dieser Typ Gründerzeit Bücherschrank war meist offen gehalten, Glas- oder Volltüren kommen vor. Auf einem Zargekasten ruht das vorstehende Profildach. Kannelierte Lisenenleisten mit Schnecken sind die schlichteren Zierelemente bei dem in der Regel aus Weichholz (Info zu Holzarten – pdf) hergestelltem Möbel. So ist der schlichtere Bücherschrank einer der dem Bücherschrank des Jugendstils ähnelt.

Kennzeichen des Gründerzeit Schreibtisch

Der Gründerzeit Schreibtisch ist in zum Teil sehr verschiedenen Ausprägungen, heute würde man es sicherlich Design nennen, verfügbar. Deshalb bedarf es eines geübten Antiquitäten Auges um Schreibtische der Gründerzeit an den typischen Stilelementen jener Zeit zu erkennen. Typisch für diese Epoche sind z.B. hohe Tischbeine, die eine unverkennbare, balusterförmige Gestaltung haben. Ebenso wurden am Gründerzeit Schreibtisch gedrechselte oder beschnitzte Querstege häufig an den Schreibtischbeinen angebracht. Kannelierungen, Lisenenleisten mit Schnecken, gedrechselte Säulen und Diamantquader finden sich an den unterschiedlichsten Schreibtischtypen. Gefertigt wurden die massiven und voluminösen Schreibtische der Gründerzeit für das Büro oder den Herren aus Nussbaum oder Eiche, ebenso für die Dame oder die heimische Schreibstube. Müßig auf aufwendige Furnierarbeiten gerade bei Fertigungen aus Nussbaum hinzuweisen.

Herrenschreibtisch – typischer Gründerzeit Schreibtisch

Üblich war vor allem der Herrenschreibtisch, welcher auf zwei Säulen mit Schubfächern ruhte – übrigens ein Typ Schreibtisch, welcher in der Stilepoche des Jugendstils übernommen wurde. Die Zierelemente freilich wurden im Jugendstil abgespeckt. Natürlich war auch der Schreibtisch ein Möbel zu Repräsentationszweck, und wurde daher häufig mit üppigem Schnitzwerk und weiteren Stauraum bietenden Aufsätzen versehen. Kronen für den Aufsatz sind durchaus gängig und bieten ein zusätzliches optisches Highlight. Auch bot das Möbel Spielraum für Historismusanklänge, so dass einige durchaus prachtvoll anzusehende Schreibtische etwas überladen wirken.

Jugendstil Schreibtisch übernahm wesentliche Stilelemente der Gründerzeit Schreibtische

Auch beim Schreibtisch erweisen sich die aus Weichholz gefertigten Exemplare als diejenigen bei welchen die Zierelemente sparsam eingesetzt wurden. Üblich sind vor allem Profilierungen und Lisenenleisten mit Schnecken als auch Diamantquader. Dadurch ergibt sich in vielen Fällen eine stilistische Ähnlichkeit mit Schreibtischen des Jugendstils.

Schreibmöbel antik – Sekretär Gründerzeit

Der Sekretär ist ein Schreibmöbel, welches im Barock seinen Siegeszug antrat. Sein wesentliches Erkennungsmerkmal ist die wegklappbare Schreibplatte. In diesem Zustand kann der Sekretär eine hohe rechteckig Schrankform haben oder einen vorstehenden Unterbau. Der Aufsatzsekretär besteht wie sein Name bereits ahnen lässt aus zwei Teilen, wobei der Unterbau häufig auch breiten, ganzflächigen Schubfächern besteht. Der Aufsatz oder jener Teil des Sekretärs welcher durch die Schreibplatte verschlossen wir bietet Ablagemöglichkeiten und oder kleine Schubfächer für Utensilien. Oftmals sind die Seitenplatten im Bereich der hochklappbaren Schreibplatte nach hinten abgeschrägt. Der Sekretär ist effektives Schreibmöbel für den Alltag oder das Büro wie der Schreibtisch. Es verfügt über einen Wohncharakter und erfüllt Repräsentationszwecke. Ursprünglich und meist später ebenso noch stand der Sekretär Gründerzeit im Salon eines Hauses.

Gründerzeit Sekretär schön und praktisch zum Arbeiten

Müßig zu betonen, dass der Gründerzeit Sekretär Repräsentationszwecken dient. Er zeichnet sich durch eine hohe rechteckige Grundform aus. Ähnlich wie der Gründerzeitschrank steht er auf hohen und runden Füßen. Im unteren Bereich sind drei breite Schubfächer angebracht, darüber die herunterklappbare Schreibplatte, hinter welche sich kleine Schubfächer und Ablagen finden. Darüber ist meist noch ein Schubfach. Die Abdeckplatte ist überstehend und Reliefs versehen. Vielfach liegt sie auf einer Zarge auf.

Ausprägung des Historismus eher selten an Sekretär Gründerzeit zu finden

Die Front des Sekretärs kann im oberen oder unteren Bereich der Frontseiten mit Diamantquadern verziert sein. Gedrechselte Säulen an den Frontseiten oder Lisenenleisten mit Schnecken sind stetige Stilelemente. Sekretäre der Gründerzeit wurden sowohl auch Weichholz mit entsprechender Oberflächenbehandlung oder in besonderes schöner Verarbeitung in Nussbaum gefertigt. Selten ist der Sekretär aus der Gründerzeit Objekt eines deutlichen Historismus.

Gründerzeit Tische Antiquitäten

Tische wurden in allen Epochen zu vielen Zwecken konzipiert. So auch in der Gründerzeit, die auf einen Zeitraum zwischen 1840 und 1890 datiert wird. Die Küchentische, Sofatische und Beistelltische für die unterschiedlichsten Zwecke weisen vor allem ein einheitliches Merkmal auf:

Die Tischbeine sind mit balusterförmigen Drechselarbeiten verziert, ansonsten gerade. Den bei Esszimmer- und Sofatischen häufigen Stegverbindungen mangelt es an diesen Zierarbeiten ebenso nicht. Bei Sofatischen finden sich Exemplare, deren Tischbeine auf Fußzargen stehen, ein Element das vor allem seit den 50er Jahren immer wieder Anklang bei Sofatischen findet. Esszimmertische der Gründerzeit sind meist ausziehbar und ohne Schub. Esszimmer-, Salon- und Sofatische erfüllen auch Repräsentationszwecke, daher wurden sie aus kostbarem Holz wie Nussbaum, Mahagoni oder dem wuchtigen, aber deutlich preiswerteren Eichenholz gefertigt. Die Tischplatten bei Objekten aus Nussbaum verfügen oft über aufwendige Furnierarbeiten. Sogar Bildmotive können Gründerzeit Tische die Gründerzeit vorweisen.

Gründerzeit Tische – Diamantquader als Zierelement und zweckmässige Form

 

Der vor allem zweckmässige Küchentisch hat mindestens einen Schubkasten, manchmal auch zwei. Die dicken Tischplatten werden an der Zarge in Gratleisten geführt. Diamantquader an den Ecken der Tischzargen sind ein häufiges Zierelement.

Die Größen von Gründerzeit Beistelltischen variieren nach Zweck, doch fehlen niemals die balusterförmigen Drechselarbeiten. Deutliche Historismusanklänge finden sich vor allen an diesem Möbel. Der Nutzfaktor unterliegt hier deutlich dem Repräsentationszweck.

Durch die gedrechselten Beine lässt sich der Gründerzeittisch deutlich von den Nachfolgemodellen des Jugendstils als auch den Vorläufermodellen des Biedermeier unterscheiden. Die Tischplatten sind in der Regel rechteckig, rund oder oval. Quadratische Formen wie zur Zeit des Biedermeier finden sich eher selten.

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