Antiquitäten – Gründerzeit Kommoden

Unter dem Begriff Gründerzeit werden meistens die Jahre ab etwa 1840, der zwischenzeitlichen Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 und dem großen Börsenkrach zwei Jahre später verstanden. Während dieser wenigen Jahrzehnte waren viele Städte in Deutschland stark gewachsen, da die expandierende Industrie immer mehr Arbeiter in die Städte zog. Nach dem Sieg über Frankreich und der Reichsgründung erlebte die Industrie dann noch einen weiteren starken Aufschwung, der erst durch den genannten Börsenkrach und die nachfolgende Welle der Unternehmens Insolvenzen ein plötzliches Ende fand.

Der mit der wachsenden Industrie einhergehende steigende Wohlstand führte dazu, dass das Bürgertum während der Gründerzeit immer größer wurde. Diese vergleichsweise große gesellschaftliche Gruppe wollte den neu gewonnenen Reichtum auch in den eigenen vier Wänden vorzeigen. So entstanden in dieser Epoche zahlreiche Möbelstücke, die vor allem eines gemeinsam haben: Sie sind in der Regel mit sehr vielen reichhaltigen Verzierungen versehen.

Gründerzeit Kommoden – hochwertige Hölzer, reiches Dekor

Hergestellt wurden Möbel in der Gründerzeit vor allem aus hochwertigen Hölzern, darunter etwa verschiedene Nussbaumsorten oder Eichenholz. Dadurch sind gerade große Möbelstücke wie etwa Gründerzeit Kommoden sehr massiv und widerstandsfähig. Reiche Schnitzarbeiten runden das Gesamtbild ab.

Heute findet man Gründerzeit Kommoden vor allem im Antiquitätenhandel. Sie eignen sich auch in modernen Haushalten als praktische und zugleich sehr ansehnliche Aufbewahrung für alle möglichen Dinge, zum Beispiel Bettwäsche oder Tischdecken. Auch als reiner Blickfang, etwa in der Diele oder im Wohnzimmer, sind gut erhaltene oder restaurierte Kommoden aus der Gründerzeit perfekt geeignet.