Gründerzeit Buffet

Das Buffet der Gründerzeit verdeutlicht die Repräsentationslust des gehobenen Bürgertums. Sprichwörtlich wurde bei der Fertigung geklotzt und nicht gekleckert. Groß, pompös und prunkvoll schmückte es mit kantiger Grundform und auf gedrechselten oder profilierten Füßen die Speisezimmer wohlhabender Leute. Meist aus Eiche oder Nussbaum gefertigt, war es mit aufwendigem Schnitzwerk verziert. Zur Verwendung kam sowohl massives als auch Furnierholz. Der Aufsatz stützte sich in der Regel auf balusterförmige Säulen und bestand häufig aus drei Teilen, wobei der Mittlere ist über die beiden äußeren erhob. Geschmückt wurde der Buffetaufsatz oft mit einer Krone oder einem Kranz. Die Platten der Unterschränke können aus Holz oder Marmor sein. Romanische und gotische Einflüsse und vor allem die der Renaissance sind bei vielen Buffets deutlich erkennbar. Wenn dies der Fall wird ein Buffet der Gründerzeit als Möbel der Neo-Renaissance benannt.

Gründerzeit Buffet heute wie damals – schön und kostenintensiv 

Schlichtere Buffets aus der Gründerzeit, welche für eine wohlhabende Käuferschaft produziert wurden, bestechen durch kostbare Hölzer wie Mahagoni. Das Möbel für die weniger flüssige Kundschaft war meist aus Weichholz gefertigt und so schlicht, dass es nicht den geringsten Zierrat aufweist. Wer wiederum etwas mehr bezahlen konnte, erwarb eines aus Eiche und mit wenigen Stilelementen. Die aktuellen Preise für Gründerzeitbuffets bei aufwendiger Verarbeitung und gutem Erhaltungszustand dürfen auch heute noch als durchaus kostbar gelten. Wer ein gut erhaltenes Gründerzeit Buffet als Antiquität erwerben möchte, sollte dafür einige Tausend Euro einkalkulieren.