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Gründerzeit Esstisch Design einer Stilepoche

Industrialisierung und wirtschaftlicher Aufschwung – die Gründerzeit prägte eine spannende Stil-Form. Ende des 19. Jahrhunderts begann mit der Industrialisierung ein wirtschaftlicher Aufschwung. Das aufstrebende Bürgertum wollte mit seinem Einrichtungsstil soliden Wohlstand präsentieren. Geräumigkeit in neu erbauten Wohnungen bot eine ideale Basis für die massiven, kastenförmigen Möbelder Gründerzeit. Praktische, voluminöse Aspekte wurden mit repräsentativen, reich geschmückten Stil-Raffinessen kombiniert und galten als Ausdruck des Wohlstandsgewinnes. Säulen, Kapitellen und Pilastern schmückten dekorativ geradlinige Formen. Profilierte Kugelfüße und gedrechselte Elemente sind typische Merkmale für Gründerzeit-Möbel.

Esstische aus der Gründerzeit

Esstische der Gründerzeit beeindrucken zuerst durch Stabilität und Schwere. Aufwendig gedrechselte Tischbeine sowie dekorative Fräsungen und Schnitzarbeiten unterstreichen den massiven Charakter mit edler Oberflächenoptik. Elegante Querverbindungen zwischen den einzelnen Tischbeinen erhöhen die Festigkeit und betonen den kastenförmigen Charakter der Gründerzeit, aufgelockert durch Schmuckelemente. Verzierungen lassen die Tischplatte massiv und dennoch dekorativ erscheinen, ein Esstisch, der sich unter keiner Tischwäsche verstecken sollte.

Erweiterungsmöglichkeiten von Gründerzeit Esstischen

Viele Esstische der Gründerzeit sind ausziehbar und werden mit schlichteren Tischplatten-Erweiterungen vergrößert. Diese Zwischenteile sind selten repräsentativ und werden gern mit Tischdecken dekorativ verdeckt. Eingearbeitete Rollelemente im unteren Bereich der Tischbeine erleichtern das Vergrößern der Festtafel. Von sehr aufwendig bis zur schlichteren Gediegenheit sind professionell aufgearbeitete Gründerzeittische in verschiedenen Größen im Internetangebot. Eine Ergänzung mit den stilistisch passendenden Stühlen, die mit geflochtenen oder gepolsterten Einsätzen restauriert wurden, lockert gekonnt die Würde eines Esstisches aus der Gründerzeit auf.

Mit einem Esstisch aus der Gründerzeit wird viel Platz zum Arrangieren beim Speisen geboten. DieVergangenheit ist somit unbemerkt allgegenwärtig.

Gründerzeit Tische Antiquitäten

Tische wurden in allen Epochen zu vielen Zwecken konzipiert. So auch in der Gründerzeit, die auf einen Zeitraum zwischen 1840 und 1890 datiert wird. Die Küchentische, Sofatische und Beistelltische für die unterschiedlichsten Zwecke weisen vor allem ein einheitliches Merkmal auf:

Die Tischbeine sind mit balusterförmigen Drechselarbeiten verziert, ansonsten gerade. Den bei Esszimmer- und Sofatischen häufigen Stegverbindungen mangelt es an diesen Zierarbeiten ebenso nicht. Bei Sofatischen finden sich Exemplare, deren Tischbeine auf Fußzargen stehen, ein Element das vor allem seit den 50er Jahren immer wieder Anklang bei Sofatischen findet. Esszimmertische der Gründerzeit sind meist ausziehbar und ohne Schub. Esszimmer-, Salon- und Sofatische erfüllen auch Repräsentationszwecke, daher wurden sie aus kostbarem Holz wie Nussbaum, Mahagoni oder dem wuchtigen, aber deutlich preiswerteren Eichenholz gefertigt. Die Tischplatten bei Objekten aus Nussbaum verfügen oft über aufwendige Furnierarbeiten. Sogar Bildmotive können Gründerzeit Tische die Gründerzeit vorweisen.

Gründerzeit Tische – Diamantquader als Zierelement und zweckmässige Form

 

Der vor allem zweckmässige Küchentisch hat mindestens einen Schubkasten, manchmal auch zwei. Die dicken Tischplatten werden an der Zarge in Gratleisten geführt. Diamantquader an den Ecken der Tischzargen sind ein häufiges Zierelement.

Die Größen von Gründerzeit Beistelltischen variieren nach Zweck, doch fehlen niemals die balusterförmigen Drechselarbeiten. Deutliche Historismusanklänge finden sich vor allen an diesem Möbel. Der Nutzfaktor unterliegt hier deutlich dem Repräsentationszweck.

Durch die gedrechselten Beine lässt sich der Gründerzeittisch deutlich von den Nachfolgemodellen des Jugendstils als auch den Vorläufermodellen des Biedermeier unterscheiden. Die Tischplatten sind in der Regel rechteckig, rund oder oval. Quadratische Formen wie zur Zeit des Biedermeier finden sich eher selten.