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Gründerzeit Sekretär Antik – perfekt fürs stilvolle Arbeitszimmer

Natürlich möchte jeder sein Zuhause möglichst stilvoll und schön einrichten. Dabei spielt selbstverständlich auch der persönliche Geschmack eine wichtige Rolle, denn nicht alles, was der eine schön findet, wäre auch für einen anderen Menschen passend. Einigkeit darüber dürfte aber herrschen, wenn es um die stilvolle Kombination von Altem und Neuem geht. Denn dieser Stilmix ist für sehr viele sehr interessant. Einen schönen alten Akzent im Arbeitszimmer lässt sich mit einem Sekretär in Antik Optik setzen.

Sekretär Antik – Highlight fürs Arbeitszimmer

Ein Sekretär Antik ist mit Sicherheit das Highlight im gut eingerichteten Arbeitszimmer. Denn ein solcher Sekretär Antik ist in der Lage, einen ganz besonderen Charme zu versprühen. Schreibtische aus der Gründerzeit stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit diesem Wissen wird man sich sicherlich mit etwas Ehrfurcht an diesen Tisch setzen. Immerhin wurden zu dieser Zeit weitreichende Entscheidungen für die deutsche Geschichte an eben solchen Tischen entschieden und Verträge und Ähnliches unterzeichnet. Ein Sekretär Antik ist also in der Lage, den Besitzer in eine vergangene Zeit zu entführen und ein wenig dieser Epoche wieder aufleben zu lassen.

Stilvolle Einrichtung für den gehobenen Geschmack

Wer sein Arbeitszimmer nun besonders stilvoll einrichten möchte, sollte auf einen Sekretär Antik nicht verzichten. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die übrige Einrichtung zu diesem Möbelstück passen sollte. Entscheidet man sich für einen Schreibtisch aus der Gründerzeit, sollten auch die weiteren Möbel aus dieser Epoche stammen. Zumindest, wenn es sich bei ihnen auch um Antik Möbel handeln soll. Ein Sekretär Antik kann nämlich auch stilvoll mit sehr modernen Möbeln kombiniert werden.

Antike Kommoden aus der Gründerzeit

Die Gründerzeit bezeichnet die Periode des bürgerlichen Aufschwungs im 19. Jahrhundert, die auf die Anfänge der Industrialisierung folgte. Zeitlich kann die gesellschaftliche Umbruchphase der Gründerzeit nicht genau benannt werden, da sich der Stil, wie alle Kunst- und Designrichtungen, von Nord nach Süd verschieden schnell ausbreitete. Fest steht aber, dass der Stil der Gründerzeit sehr markant ist und darauf abzielte, den erworbenen Reichtum, mit dem bürgerliche Familien nun dem Adel nacheiferten, zu demonstrieren. So sind Gründerzeitmöbel wie antike Kommoden auf repräsentative Größe und Formen ausgerichtet, denn mit diesem Möbelstil wollte man zeigen, was man sich leisten kann.

Antike Kommoden – heute noch repräsentativ

Antike Kommoden aus der Gründerzeit sind daher auch heute noch sehr repräsentative Stücke, die in ihrem einzigartigen Stil als Solitärmöbel ein echter Blickfang sind. Ganz typisch für antike Kommoden aus dieser Epoche sind die gradlinigen und eckigen Kastenformen, deren Strenge aber stilvoll und fast verspielt durch detaillierte Ausschmückungen aufgelockert wird. Virtuoser Umgang mit stilistischen Elementen wie Säulen und Pilastern ist ebenso typisch für antike Kommoden des 19. Jahrhunderts wie die markanten Kugelfüße und die gedrechselten Details. Ein typisches Merkmal von antiken Kommoden aus der selbstbewussten Ära des bürgerlichen Aufschwungs sind auch die Diamantierungen, kleine hölzerne Applikationen, die pyramidenförmig geschliffen sind und bei gut erhaltenen Stücken wundervoll schimmern.

Antike Kommoden aus der Gründerzeit haben einen hohen Wert

Heute sind antike Kommoden aus der Gründerzeit sicher noch nicht unbezahlbar, aber durchaus erhaltenswerte Stücke, die einen hohen Wert haben. Der Charme der Epoche ist ungebrochen und der ideelle Wert von Möbelstücken, die zwei Weltkriege überstanden haben, kann für Antiquitätenfans gar nicht hoch genug angesetzt werden.

Die Gründerzeit – ein deutsches Phänomen

Das Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 ist zugleich der Beginn der Gründerzeit in Deutschland. Aufgrund der Reparationszahlungen durch Frankreich, erlebte Deutschland einen wirtschaftlichen Aufschwung, der u. a. durch rasant fortschreitende Industrialisierung, den Ausbau der Eisenbahn, den Bau architektonisch prächtig gestalteter Häuser und repräsentativer Einrichtungsgegenstände geprägt war. Deutschland und sein Volk „gönnte“ sich wieder etwas.

Möbel als Repräsentationsobjekte

Die Möbel der Gründerzeit stellten für ihre Besitzer Repräsentationsobjekte dar. Sie waren meist aus schweren Hölzern gefertigt und reich verziert. Wohlstand sollte nach außen hin durch eine opulente Wohnungseinrichtung sichtbar gezeigt werden. Das Schema der Verzierungen ist, über die gesamte Gründerzeit Epoche hinweg, recht einheitlich. Besonders auffällig sind die länglichen, pyramidenförmigen Applikationen an Schränken, Vertikos oder Kommoden. Die Füße wurden meist gedrechselt und sind als sogenannte „Kugelfüße“ der Gründerzeit bekannt. Die Möbel der Gründerzeit tragen oftmals prächtige, reich mit Pilastern und Kapitellen verzierte Aufsätze.

Gut erhaltenen Stücke selten

Während des Krieges mit Vertreibung, Hunger und Not gingen viele der Gründerzeit Möbel verloren oder wurden schlichtweg verheizt, um die bitter kalten Winter zu überstehen. Obwohl die Möbel während der Gründerzeit teilweise schon industriell gefertigt wurden und damit in relativ großen Stückzahlen verfügbar waren, sind heute sehr gut erhaltene Stücke recht selten.

Original Gründerzeit Möbel sind gesuchte Antiquitäten

Original erhaltene oder professionell restaurierte Stücke, können sehr wertvoll und entsprechend kostspielig sein. Ein sehr gut erhaltener großer Schrank aus der Gründerzeit ist schon beinahe eine Rarität. Viele Menschen finden noch heute großen Gefallen an diesen Möbeln und integrieren sie, je nach Geschmack und Geldbeutel in ein modernes Wohnambiente.

Gründerzeit Möbel – zeitlos oder ein Fall fürs Museum?

Wer heutzutage eine Wohnung einrichtet, kann zwischen etlichen verschiedenen Stilen wählen. Die einen mögen es modern, die anderen alternativ, wieder andere eher funktional. Daneben gibt es noch eine zeitlose Linie, die sich seit nunmehr Jahrhunderten größter Beliebtheit erfreut. Gemeint sind Gründerzeit Möbel, die durch Eleganz und Langlebigkeit bestechen. Sie sind aus besonders hochwertigen Materialien gefertigt und garantieren daher bei guter Pflege eine sehr lange Haltbarkeit.

Gründerzeit Möbel – zeitlos oder ein Fall fürs Museum?

Für Gründerzeit Möbel in der Wohnung spricht viel. Zum einen sehen sie gerade in Altbauten, deren Decken häufig mit Stuck verziert sind und die über große Flügeltüren und hohe Decken verfügen, sehr stimmig aus. Sie erinnern an vergangene Zeiten und vermitteln den Erhalt wertvoller Traditionen. Einen besonderen Wert haben Erbstücke, doch auch wer seine Gründerzeit Möbel im Antiquitätengeschäft, auf dem Flohmarkt oder im Internet erwirbt, der kann damit stilsicher punkten. Gäste lassen sich von solch stilvollen Möbelklassikern schnell beeindrucken.

Gründerzeit Möbel passen zu jeder Einrichtung

Aufgrund ihrer Schlichtheit fügen sich die Gründerzeit Möbel problemlos in jede Einrichtung ein. Auch wenn man nicht alle passenden Möbelstücke beisammen hat und diese mit anderen Gründerzeitmodellen kombiniert, sieht dies fast immer sehr schön aus. Gründerzeit Möbel sind in der Regel echte Raritäten und Fundstücke und das wissen auch Besucher. Entsprechend sorgfältig gehen sie damit um. Anders sieht dies häufig bei Kindern oder Jugendlichen aus. Hat man daher eine Familie, sollte man die Gründerzeit Möbel mit Bedacht platzieren. Diese Antiquitäten sind zwar robust, allerdings auch nicht unbegrenzt belastbar. Auch mit Haustieren gilt es vorsichtig beim Erwerb von Gründerzeit Möbeln zu sein. Nagetiere sollte man vor allen von hochwertigen Möbelstücken fernhalten.

Regelmäßige Pflege ein Muss

Damit Gründerzeit Möbel lange erhalten bleiben, gilt es, sie regelmäßig zu pflegen. Dazu kann man im Baumarkt erhältliche Sprays, Putzmittel und Lacke verwenden. Am besten informiert man sich darüber schon direkt beim Kauf. So lassen sich Fehler in der Behandlung von Anfang an vermeiden. Bei der richtigen Pflege können Gründerzeit Möbel noch vielen Generationen Freude bereiten.

Gemeinsamkeiten von Gründerzeit und Jugendstil?

Gründerzeit und Jugendstil – was verbindet diese Stilepochen, was trennt sie? Typisches Bestreben des Jugendstils war es einen eigenständigen Weg zu finden, und nicht mehr Stile vergangener Epochen zu kopieren. Auch sollten vor allem Motive aus der Natur und schlichte Eleganz zum Tragen kommen. In der Gründerzeit jedoch war es Ziel des reich gewordenen Bürgertums den gewonnenen Reichtum auch zur Schau zu stellen. Einfacher gesagt: Man wollte protzen. Kostbare Rohstoffe wurden aufwendig verarbeitet. Die Möbel waren groß, reich beschnitzt und oft Träger einen Stilmixes vergangener Epochen, was zweifellos auf den Historismus jener Zeit zurückzuführen ist.

Glorifizierung verganener Epochen

Die Begeisterung und Glorifizierung für vergangene Epochen wurde in Sammelwut und dem Kopieren von Stilen vergangener Epochen in Kunst und Handwerk ausgedrückt. Doch konnte sich eben nur eine wohlhabende Klientel diese aufwendigen Objekte leisten. Eine Vielzahl Möbel aus der Gründerzeit wurde aus dem weniger teuren Weichholz wie Kiefer oder Fichte gefertigt. Typische Zierelemente waren Kugelfüße, kannelierte Lisenenleisten mit Schnecken, Kassettenfüllungen in Türen und profilierte Möbelplatten.

Jugendstil und Gründerzeit sind kaum zu unterscheiden

Genau diese Elemente wurden vom Jugendstil übernommen. So sind genau die einfachen Möbel des Jugendstils und der Gründerzeit kaum voneinander zu unterscheiden. Erst wenn sich das florale Schnitzwerk der erstgenannten Stilepoche findet, ist man geneigt das Möbel dem Jugendstil zuzuordnen. Ein schönes Beispiel ist der Vertiko. Handel es sich um schlichtes Objekt aus Weichholz, so ist es vor allem der Aufsatz, welcher stilistische Unterschiede offenbart. Auch schlichte Kleider- oder Bücherschränke sind häufig nicht eindeutig einer Stilepoche zuzuordnen.

Antiquitäten – Gründerzeit Sofa

Anders als bei historisch gesellschaftlichen Großereignissen wie z.B. dem Berliner Mauerfall, ist bei Epochen wie der Gründerzeit eine exakte Datierung über einen Start- und Endtermin nicht möglich, da sich die wirtschaftliche Entwicklung – die als Namensgeber gilt – dynamisch ab etwa 1840 entwickelte.

Sicher ist allerdings, dass Deutschland nach dem Sieg über Frankreich in eine Phase des wirtschaftlichen Wachstums eintrat, in der sowohl die Industrieproduktion als auch die meisten Städte schnell wuchsen. Gleichzeitig entstand erstmals so etwas wie eine Mittelklasse, das so genannte Bürgertum, das in dieser Phase schnell größer und finanziell unabhängiger wurde. Damit einher ging eine stetige Verbesserung des Lebensstandards.

Gründerzeit Epoche ist ein eher Deutsches Phänomen

Außerhalb Deutschland, vor allem in Frankreich und den Benelux-Ländern, wurde die Gründerzeit als Neorenaissance bezeichnet. Stilistisch unterscheiden sich beide Stile jedoch grundlegend. Das wird besonders deutlich, wenn man antike Möbel aus dieser Zeit betrachtet. Solche Antiquitäten, zum Beispiel Sofas aus der Gründerzeit, weisen ganz bestimmte Merkmale auf, die sie unverwechselbar machen.

Das Bürgertum verlangte zu dieser Zeit vor allem nach repräsentativen Möbelstücken, um den neu gewonnenen Reichtum zu zeigen. Kleine Möbel aus der Gründerzeit sind daher ziemlich selten, dagegen können Liebhaber bis heute Gründerzeit Buffets, Tische oder eben auch Gründerzeit Sofa finden, die oft aus Eiche oder Nussbaum hergestellt und reich verziert wurden. Bei der Dekoration wurde bevorzugt mit Renaissance-Elementen gearbeitet: Säulen, Kapitelle oder krönende Aufsätze sind nur einige Beispiele.

Gründerzeit Sofa – ein Einrichtungsklassiker

Dazu passend wurden für das Gründerzeit Sofa hochwertige Stoffe als Bezug verwendet, darunter etwa Samt oder Brokat. Heute findet man Gründerzeit-Sofas in der Regel im Antiquitäten-Handel, viele dieser antiken Möbel sind entweder noch gut erhalten oder wurden aufwändig restauriert.

Gründerzeit Wirtschaftsaufschwung beeinflußt Einrichtungsstil

Möbel der Gründerzeit sind in den letzten Jahrzehnten bei Liebhabern von Antiquitäten gerne gesehen. Der zeitgenössische Begriff der Gründerzeit bezeichnet eine Epoche der Industrialisierung und des Handelsaufschwungs in der Zeitspanne der Jahre um 1870.  Damals wurden Möbelstücke aus Weichholz wie zum Beispiel Kiefernholz gefertigt, die in ihren Grundformen als kastenförmig und geradlinig bezeichnet werden können.

Gründerzeit Weichholz Möbel damals wie heute beliebt

Die Besonderheit dieser Möbel, die man heutzutage in restauriertem Zustand in vielen Wohnräumen finden kann war, dass sie mit viel schmückendem Beiwerk versehen waren. Die Möbelform des Vertikos, einem Schrank aus den Gründerjahren beispielsweise erklärt diese Gestaltungsform besonders gut. Hierbei handelte es sich um eine rechteckige Kommode, die im oberen Bereich mit einer schmalen Schublade versehen ist. Darunter befindet sich ein mit zwei großen Türen verschlossener Stauraum, in dem Geschirr aber auch Wäsche gut verwahrt werden konnten. Meist ist der Stauraum mit ein bis zwei Einlegeböden versehen. Auf dem oberen Ablagebereich des Vertikos befindet sich ein podestartiger Aufbau, der mit gedrechselten Säulen und Kapitellen oder Holzkugeln versehen ist. Im oberen Bereich befindet sich eine kronenartige Verzierung, die dem Podest eine verspielte Form gibt und so von der Geradlinigkeit des Möbelstücks ablenkt.

Auch Säulen, die rechts und links vor dem eigentlichen Stauraum aufgerichtet sind, finden sich hier oft als Stilelement. Die Möbel der Gründerzeit standen zumeist auf kugelförmigen Füßen. Reich verzierte Messingschlösser (pdf) vollendeten die Gestaltung des Gründerzeit Vertiko.

Möbel Restauratoren müssen Weichholz Möbel „freilegen“

Da solche Möbel in späteren Zeiten dem Geschmack der Menschen angepasst wurden, fand man bei ihrer Renaissance weiße und dunkle Anstriche, die das Möbelstück optisch verändern sollten. Oft wurden auch die Aufbauten entfernt um sie dem nachfolgenden Biedermeierstil anzupassen. Deshalb mussten sie nach ihrer Wiederentdeckung oft mühsam restauriert und abgebeizt werden. Stücke, die noch über alle Zierelemente verfügen, haben bis heute einen besonders hohen Wert.

Historismus Stilrichtung der Gründerzeit

Historismus ist sowohl als Stilepoche, denn auch als Bewegung zu verstehen. Die aufkommende Begeisterung des 19. Jahrhunderts für vergangene Epochen prägte den Begriff Historismus. Nutz- und Kunstgegenstände im Stil einer bestimmten Epoche, oder in einem Stilmix wurden in großer Stückzahl für eine immer stärker werdende Käuferschaft hergestellt.

Historismus brachte hohe Nachfrage nach antiken Möbeln

Vor allem die Romantik findet sich im Wesentlichen im Stil des Historismus wieder. Auch der Sammlermarkt boomte zur Zeit des Historismus, besonders durch die Neureichen der Industrialisierungsphase. Gesammelt wurde von der Ritterrüstung über das Gemälde bis hin zum Möbel, und führte fast zum Ausverkauft von Kunst und Antiquitäten. Freilich zog diese Sammelwut eine Welle von Fälschungen nach sich, denn letztlich galt es den Markt zu befriedigen. So hinterlässt uns der Historismus zahlreiche Repliken, in denen er uns eindeutig anlacht oder leider auch eine Vielzahl hervorragend gemachter Kopien, die dank ihrer Perfektion und Detailtreue noch heute nicht als Fälschungen entlarvt sind.

Jugendstil löst Historismus mit Beginn des 20. Jahrhundert ab

Der Historismus erlebte seinen Höhepunkt um 1860, als ein zu Wohlstand und Reichtum gekommenes Bürgertum Sammelwut und Repräsentationsbedürfnis befriedigen wollte. Er setzte also nicht nur seinen Siegeszug während der Gründerzeit fort, welche um 1840 mit Aufkommen der Industrialisierung begann, sondern wäre ohne die Gründerzeit niemals so langlebig und erfolgreich verlaufen. Der Höhepunkt vom Gründerzeit und Historismus währte heftig, aber nur kurz. Abgelöst wurde der Gründerzeitstil um 1890 vom Jugendstil, welcher eine Abkehr vom Kopieren und Mixen alter Stile propagierte.

Epoche der Gründerzeit

Unter der eigentlichen Gründerzeit versteht man die Jahre von 1860 bis 1890, als der durch die Industrialisierung erworbene Wohlstand auf dem Höhepunkt angelangt war und der Stilepoche des Historismus zu einem regelrechten Boom verhalf.

Tatsächlich aber datieren die Anfänge der Gründerzeit in etwa um das Jahr 1840 mit der zu dieser Zeit aufkommenden Industrialisierung, als die heute unter dem Begriff „Industrielle Revolution“ in den Geschichtsbüchern notierte Epoche begann. Der Ausdruck Gründerzeit oder Gründerväter rührt aus dem Begriff der Unternehmensgründung her, durch welche ein Mann zu Vermögen und Reichtum gelangen konnte. Das aufstrebende Bürgertum übernahm mit wachsendem Wohlstand und steigendem Selbstbewusstsein auch kulturelle Führung. Insbesondere die sich verbreitende Eisenbahn schuf eine hohe Nachfrage nach Kohle und Stahl.

Liberalismus provozierte erstmals soziale Fragen

Zwar gab es durch die Gründerzeit viele so genannte Neureiche, doch der Zuzug der verarmten Landbevölkerung in die Städte führte zur Gründung des Proletariats. Die in den neuen Betrieben der Industrialisierung hart schuftende Arbeiterschaft lebte im Zuge der Ausbeutung unter erbärmlichen Bedingungen und hatte zwar Anteil, aber keinesfalls Nutznießen am Aufschwung. So kam neben dem bürgerlichen Gedanken des Liberalismus auch die soziale Frage auf.

Gründerzeit endete jäh mit einem Börsencrash

Durch den Börsencrash von 1873 (Gründerkrach) erfuhr der wirtschaftliche Aufschwung der Gründerzeit einen empfindlichen Einbruch, der nach einer Phase der Stagnation in einem empfindlichen Abschwung endete. Allgemein hin wird diese Phase als Gründerkrise beschrieben, die auch als Auslöser für den erneut aufkeimenden Antisemitismus angeführt wird. Der jähe Abbruch der wirtschaftlichen Erfolgsphase führte damals nicht zur Erkenntnis, dass jeglicher Aufschwung irgendwann enden muss, weil grenzenloses Wachstum schlichtweg unmöglich ist. Anstelle mathematisch betriebswirtschaftlicher Erkenntnisse mussten Verschwörungstheorien das Ende der dynamischen Gründerzeit Jahre erklären, was zu einer Welle von Antisemitismus führte.

Antiquitäten – Gründerzeit Stühle

Freilich ist der Stuhl aus der Gründerzeit so gearbeitet, dass viel Raum für das begehrte Zierwerk blieb. Die Beine der wuchtigen Stühle waren in der Regel mit Stegen verbunden, so dass balusterförmige Drechselarbeiten oder Schnitzwerk sich nicht nur an den Stuhlbeinen finden, sondern eben auch diesen Stegen. Stuhlbeine von nicht balusterförmiger Gestaltung hatten meist die Form kannelierter Säulen.

Der Sitz war original mit Stoff oder Leder überzogen. Rohrgeflecht fand ebenso Verwendung. Prächtig anzusehen sind Lederbespannungen für Sitz und Lehne, in welche Bildmotive geprägt sind.  Die Stuhllehne bot die optimale Fläche für den Stil der Gründerzeit. Die aufwendigsten Stühle der Gründerzeit besitzen eine mehrfach durchbrochene Lehne mit reichem Schnitzwerk, welche von Säulen in tordierter Optik umsäumt ist. Auf der Lehne finden sich darüber hinaus Bekrönungen, ein Designelement welches bei Schränken und anderen Möbeln der Gründerzeit zu finden ist. Das bevorzugte Holz für den Gründerzeit Stuhl war Eiche.

Historismus Boom während der Gründerzeit

Der zur Gründerzeit boomende Historismus erzeugte darüber hinaus noch einige besondere Möbel, auch Sitzmöbel. Eines davon ist der so genannte Armlehnenstuhl des Historismus im Neo-Renaissance Stil. Der Name verrät bereits woher die wesentlichen Anklänge stammen. Die in der Renaissance wieder aufgegriffene Form aus der Antike findet sich am Armlehnenstuhl. Die zwei Stuhlbeine bestehen aus zwei frontausgerichteten, umgekehrten U-förmigen Bögen, welche durch Stege miteinander verbunden sind. Darauf ruht der muldenförmige, ungepolsterte Sitz, den man seinerzeit sicher mit einem Kissen etwas bequemer machte. Die schmale, hoch angesetzte und nicht voll füllende Rückenlehne ist wiederum an einem halbrunden Rahmen befestigte.

Gründerzeit Stühle – eine Anlehnung an historische Gestaltungsvorbilder

Der vordere halbrunde Rahmen ist nicht so hoch und stützt die von der Lehne sich absenkenden und geschwungenen Armlehnen. Die Stuhllehne ist beschnitzt und gekrönt. Die Stuhlbeine laufen meist in so genannten Löwentatzen aus. Dazu passend finden sich, ebenso von der Renaissance inspiriert, geschnitzte Löwenköpfe. Dieser prächtige Armlehnenstuhl ist vor allem ein Repräsentationsmöbel bei dem mit Zierrat zwar nicht gespart wurde, welches jedoch gezielt und geschmackvoll eingesetzt ist. Das ursprüngliche Sitzmodell aus der Antike dagegen war überaus schlicht.