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Antiquitäten – Gründerzeit Tische

Die Gründerzeit begann mit der zunehmenden Industrialisierung Deutschlands ab den 1840er Jahren und endete jäh mit dem Börsenkrach von 1873. Vor allem die Jahre ab 1871 gelten aber allgemein als die eigentliche Gründerzeit, da nach der deutschen Reichsgründung die Wirtschaft einen zuvor nicht für möglich gehaltenen Boom erlebte. Durch diesen Aufschwung wuchs das Bürgertum, die wirtschaftliche Mittelklasse, schnell zu einer wichtigen Bevölkerungsgruppe heran. Der steigende Wohlstand und der immer bessere Lebensstandard führten dazu, dass das handwerkliche Können der Tischler und das Aufkommen von Maschinen in dieser Stilepoche eine Vielzahl von Möbeln und Einrichtungsgegenständen hervorgebracht hat, die bis heute bekannt und gefragt sind.

Besonders wichtig sind dabei bis heute die Möbel, die in der Gründerzeit hergestellt wurden. Wer diese heutigen Antiquitäten, zum Beispiel die oft reich verzierten und wunderschönen Gründerzeit Tische, heute betrachtet, findet schnell deren besondere Merkmale.

Gründerzeit Tische – Repräsentationsmöbel ihrer Zeit

In der Regel sind Gründerzeitmöbel wie Gründerzeit Tische sehr repräsentativ, da das Bürgertum damals den neu erworbenen Reichtum vorzeigen wollte. Kleinmöbel aus der Gründerzeit findet man daher nur schwer, größere Stücke wie Sofas oder Tische sind dagegen relativ leicht erhältlich. Viele Tische der Gründerzeit wurden aus Nussbaum oder Eiche hergestellt, hochwertigen und gleichzeitig widerstandsfähigen Hölzern. Bei den reichen Verzierungen wurde vor allem auf Elemente aus der Renaissance zurückgegriffen.

Tische der Gründerzeit – schön, edel und perfekt gearbeitet

Bei Antiquitätenhändlern, manchmal aber auch bei Privatleuten, findet man Tische aus der Gründerzeit immer wieder. In der Regel sind die Stücke gut erhalten oder wurden mit viel Aufwand restauriert, so dass sie eher im hochpreisigen Segment angesiedelt sind.

Gründerzeit Tische Antiquitäten

Tische wurden in allen Epochen zu vielen Zwecken konzipiert. So auch in der Gründerzeit, die auf einen Zeitraum zwischen 1840 und 1890 datiert wird. Die Küchentische, Sofatische und Beistelltische für die unterschiedlichsten Zwecke weisen vor allem ein einheitliches Merkmal auf:

Die Tischbeine sind mit balusterförmigen Drechselarbeiten verziert, ansonsten gerade. Den bei Esszimmer- und Sofatischen häufigen Stegverbindungen mangelt es an diesen Zierarbeiten ebenso nicht. Bei Sofatischen finden sich Exemplare, deren Tischbeine auf Fußzargen stehen, ein Element das vor allem seit den 50er Jahren immer wieder Anklang bei Sofatischen findet. Esszimmertische der Gründerzeit sind meist ausziehbar und ohne Schub. Esszimmer-, Salon- und Sofatische erfüllen auch Repräsentationszwecke, daher wurden sie aus kostbarem Holz wie Nussbaum, Mahagoni oder dem wuchtigen, aber deutlich preiswerteren Eichenholz gefertigt. Die Tischplatten bei Objekten aus Nussbaum verfügen oft über aufwendige Furnierarbeiten. Sogar Bildmotive können Gründerzeit Tische die Gründerzeit vorweisen.

Gründerzeit Tische – Diamantquader als Zierelement und zweckmässige Form

 

Der vor allem zweckmässige Küchentisch hat mindestens einen Schubkasten, manchmal auch zwei. Die dicken Tischplatten werden an der Zarge in Gratleisten geführt. Diamantquader an den Ecken der Tischzargen sind ein häufiges Zierelement.

Die Größen von Gründerzeit Beistelltischen variieren nach Zweck, doch fehlen niemals die balusterförmigen Drechselarbeiten. Deutliche Historismusanklänge finden sich vor allen an diesem Möbel. Der Nutzfaktor unterliegt hier deutlich dem Repräsentationszweck.

Durch die gedrechselten Beine lässt sich der Gründerzeittisch deutlich von den Nachfolgemodellen des Jugendstils als auch den Vorläufermodellen des Biedermeier unterscheiden. Die Tischplatten sind in der Regel rechteckig, rund oder oval. Quadratische Formen wie zur Zeit des Biedermeier finden sich eher selten.